Maria Arena

Regie 

 

Die schreckliche Täuschung, ist die Ich-Erzählung von Maria, einer 50-jährigen Ehefrau, Mutter und

Arbeiterin, die durch ihre Begegnung mit den aktuellen feministischen Praktiken der „Non Una Di Meno“- Bewegung in Mailand eine Bestandsaufnahme des heutigen Frauendaseins macht. Beeindruckt vom „globalen Frauenstreik“, der am 8. März 2017 von Non Una Di Meno ausgerufen wurde, nimmt Maria an der Demonstration in Mailand teil. Hier hört sie zum ersten Mal von dem „Feministischen Plan gegen Männergewalt an Frauen und geschlechtsspezifische Gewalt“, den die Bewegung schreibt. Gewalt, die ihren Höhepunkt im „Feminizid“ hat, wird im Plan nicht als private Tatsache, sondern als systemisch, strukturell für die Gesellschaft abgelehnt. Der Plan beschreibt die Richtungen einer notwendigen Veränderung in mehreren Bereichen, in denen eine stereotype und sexistische Sichtweise der Geschlechter und der Machtverhältnisse zwischen ihnen reproduziert wird, die der Gewalt, die er überwinden will, zugrunde liegt.

 

Vita 

Maria Arena wurde in Catania geboren, lebt aber in Mailand, wo sie Philosophie und Regie an der Civic School of Cinema studierte.

Regisseurin und Autorin von Kurzfilmen (Prima della prima, Ceremony, Deserto Grigio, Io/la religion del mio tempo, Perfection, Viaggiatore Solitario), Videoclips (Mario Biondi, Mario Venuti, The Dining Rooms, Peter Sellers and THP, Cesare Basile), Videoinstallationen (Spazi e architetture nell’Europa delle città, Due o tre cose che so di lei, FraLeMura), Theateraufführungen und Performances (Camera del sonno, Promise, Io ho fatto tutto questo/dedicato a Goliarda Sapienza, Democrazia, Del Purgatorio, De Cinere).

Seit 2004 unterrichtet sie "Audiovisuelle Sprachen und Techniken" an der Akademie der bildenden Künste in Catania, seit 2002 in Brera in Mailand und von 2015 bis 2017 in Palermo.

https://www.mariaarena.it

 

 

 

Mike Baran 

Digitale Collagen

„Cities of Love“ 

 

MIKE BARAN, gebürtiger Münchner, studierte Kommunikationsdesign an der Fachhochschule

für Gestaltung und Philosophie an der LMU München. Während des Studiums gründete er die

„Künstlergemeinschaft Erich Mühsam“. Es folgte eine langjährige Tätigkeit als Geschäftsführer

und Creative Director einer Kommunikationsagentur. Nebenher spielte er in verschiedenen

Kabarettgruppen, inszenierte diverse Theaterstücke und Musicals, die er selbst schrieb oder

adaptierte, z. B. die „Lost Highway Show“ nach David Lynch‘s Kinoklassiker im Metropol-

Theater, München. 1997 hob Mike Baran „Don‘t Tell Mama e.V.“ aus der Taufe, einen

gemeinnützigen Verein zur Förderung junger Kunst. 2011 wurde dem Verein die Abteilung

„Mama‘s Secrets Filmproduktion“ hinzugefügt. Daraus entwickelte sich bei Mike Baran eine

Leidenschaft für die Filmarbeit. Er produzierte einige Kurzfilme und 2018 entstand sein erster

abendfüllender Spielfilm „Holy Spirit“, für den er das Drehbuch schrieb und die Regie

übernahm. Der Film, ein satirischer Thriller, lief auf vielen internationalen Filmfestivals und

erhielt über 60 Auszeichnungen. Im Dezember 2019 hatte Holy Spirit im Müncher Kino

„Maxim“ Premiere und lief bis zu den coronabedingten Einschränkungen im März 2020

deutschlandweit in den Kinos. Momentan widmet Mike Baran sich wieder verstärkt seinen

grafischen Arbeiten und kreierte unter anderem die Collagenwelt „Cities of Love“.

 

 

 

Andreas Bohnenstengel  

Fotografie

„Die Erwartung“

 

Im Frühjahr 2020 wurden Maßnahmen gegen die Ausbreitung der Corona-Pandemie eingeführt. Das soziale Miteinander wurde in erheblichem Maße eingeschränkt und gestaltete sich zunehmend schwierig. In der Politik wurden Vorgaben beschlossen, die von der Bevölkerung umgesetzt werden mussten. Eine Flut von Schildern, Aushängen und Plakaten riefen zu Verhaltensänderungen auf.

Ärger, Angst, Wut und Resignation waren die Folge und vielen schien es als wenn die Einschnitte das Leben dauerhaft verändern würde. Als Künstler, der ich mich thematisch immer schon mit Gesellschaft auseinandergesetzt habe wollte ich ein visuelles Gegengewicht setzten und wählte aus meinem Fotoarchiv Aufnahmen aus, die Szenen mit Menschen zeigen, die nicht mehr möglich waren und ließ Plakate im Format DIN A1 drucken, die ich wild plakatierte.

Zunächst waren es zwei Motive vom Münchner Kocherlball aus dem Jahr 2002. Die Entscheidung für den Kocherlball war eine psychologische. Bei den Motiven dominiert das Grün. Die Motive fielen vielen Menschen im Stadtbild derartig auf, dass ich weitere Motive, diesmal vom Oktoberfest nachschob.

Im November 2020 startete eine Plakatserie, überwiegend in Schwarzweiß, die ich die Erwartung nannte. Grundlage für die Auswahl der Motive waren Gespräche mit Menschen über deren veränderten Alltag, die Emotionen und das Lebensgefühl. 2021 stellte ich das Thema Heldentum in den Vordergrund. Die Veränderungen erfordern nämlich neuen Mut.

 

VITA:

Andreas Bohnenstengel arbeitete zunächst von 1991 bis 1994 als Pressefotograf bei der

Tageszeitung Münchner Merkur, anschließend für Magazine wie z. B. Der Spiegel, stern und Eltern, das Büro Rolf Müller, sowie für Organisationen, meist aus dem Nonprofit-Bereich wie z.B. das Diakonische Werk Bayern. Seit 1993 stellt er regelmäßig aus und unterrichtet seit 2004 u.a. Fotografie, z.B. an der Schule für Gestaltung Ravensburg. Unterstützt durch ein Stipendium der Begabtenförderung der Hans- Böckler-Stiftung studierte er von 2003 bis 2006 an der Universität Hamburg Sozialökonomie (Volkswirtschaft, Betriebswirtschaft, Rechtswissenschaften und Soziologie), das er als Diplom-Betriebswirt abschloss. Er ist Vater von zwei Töchtern.

 

 

 

Serena Alma Ferrario  

Installation

Spiaggia Libera - 2021

 

Ciao Bella – Terza Parte, 2020

HD-Video, 16:9, s/w, 100 min.

Ton: André Jüchems & Serena Ferrario

 

Ihre autofiktiven Videocollagen entstehen aus einer immer wieder neu zusammengestellten Kombination aus alten und neuen Archivaufnahmen, die die Künstlerin auf ihren Reisen in ihre Heimatländer Deutschland, Rumänien und Italien aufgenommen hat. So setzt sie sich auch in der multimedialen Installation Spiaggia Libera - 2021, mit der eigenen Herkunftsgeschichte auseinander und erweitert diese durch Elemente, die das Kulturspezifische aufgreifen. So wird die Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Traditionen, Sitten und Werteeinstellungen zum zentralen Aspekt dieser Arbeit. Wie eine Regisseurin erfindet sie parallel dazu zeichnerisch ergänzende Charaktere und kreiert für sie physisch erfahrbare Räume. Durch die Offenlegung des persönlichen Blicks der Künstlerin eröffnet sich für die Besucher*innen die Möglichkeit eine Beziehung zur eigenen Verletzlichkeit und der eigenen Suche nach Identität zu beginnen. Sie sieht sich als Third Culture Adult Kid, das eine Art selbsterfundene dritte Kultur in der Kunst zu definieren versucht und sich darin frei und aufgehoben fühlt. In ihrer Arbeiten geht es um eine fortwährend neu in Frage gestellte Positionierung der Künstlerin selbst, die mit einer übergreifenden Identitätsgeschichte im europäischen Kontext verbunden ist.

 

Serena Ferrario (*1986 in Crema, Italien) beschäftigt sich in ihrer künstlerischen Praxis mit den Themen Verlust, Erinnerung im Kontext von Identitätsverortung und kulturübergreifenden Beziehungsgeflechten, die sie zu raumgreifenden und bühnenhaften Installationen, bestehend aus Zeichnungen und Skulpturen, als auch aus mehrteiligen Videoarbeiten zusammenbringt.

 

 

 

Piermaria ROMANI  

Stoffcollagen

 „Männer die zu viel leiden“

 

„Männer, die zu viel leiden“ kommentiert der Künstler so „... Männer kriegen keine Kinder und haben

außerdem Probleme mit ihrer Leuchtpistole zwischen den Beinen, die im Hinterhalt lauert, um sie dann meistens doch zu enttäuschen. Deswegen zetteln sie Kriege an, spielen Fußball oder raufen ... Männer sind auf den neuen Typus Frau ... nicht vorbereitet und auch nicht in der Lage von ihnen zu lernen, egal ob alt oder jung. Ich sehe schwarz für die Männer der Zukunft. Nicht für alle ... aber gerade für solche Männer, die als Opfer ihrer selbst in einer Sackgasse stecken ...“

 

Piermaria Romani wurde 1959 in Stienta, bei Occhiobello (Rovigo) geboren. Er ist Korrespondent und Autor der Zeitschriften Cuore, Le iene, G.Q. und Autor von Fernsehprogrammen wie Telepiù, Telemontecarlo, Rete quattro, Rai due, Odeon und La Sette. Neben diesen Tätigkeiten hat er immer schon gemalt und Comicgeschichten geschrieben. Sein Durchbruch gelang 1989, als ein Satiremagazin seine satirischen Erzählungen veröffentlichte. Zwei Ausstellungen zeigten 1995 sein malerisches Werk - kuratiert von Achille Bonito Oliva im Palazzo delle Esposizioni in Rom und kuratiert von Enzo Cucchi auf der Biennale von Pescara. Seit fünfzehn Jahren arbeitet er an einem Werk ohne Ende „PAESE REALE“ (das reale Land). In folgenden Ausstellungen wurde dieses Kunstprojekt gezeigt:„40 Jahre Zeitgenössische Kunst in Italien“ kuratiert von Vittorio Sgrbi in Palazzo reale – MailandGruppenausstellung „Fuori uso“ kuratiert von Enzo Cucchi in Pescara„Festival der Philosophie“ in Modena„Internationale Festival der Philosophie“ in Ferrara„Kunstbiennale von Venedig“ regionaler Bereich Venetien„Spoleto Arte“„Biograph Film Festival“ in Bologna„Milanesiana“ und „Festa della rete“ in Mailand im Jahr 2016

 

 

 

Maria Lie Steiner  

Mixed Media

 

Durch persönliche Veränderungen begann das Thema 'Frau' I 'Frauenfreiheit' I 'Frau in der Kunst' immer mehr Gewicht für mich zu nehmen und somit entstanden 2 der wichtigen Zyklen meiner Arbeiten: The Fall und People (Objekt-Frau-Subjekt). Die Auseinandersetzung mit dieser Thematik, die Perspektive der jüdisch-christlichen Tradition, in der ich aufwuchs und aus der ich alles betrachtete, führte mich geistig immer mehr in eine Sackgasse. Im Gegenzug bot die buddhistische Mythologie und Philosophie eine interessante Betrachtung jener Thematik an und ich beherzigte sie: die andere gesellschaftliche Wertung der Spiritualität, die ganz andere Positionierung der Frau in der Öffentlichkeit, für mich befreiende Erklärung' zur ihren Rolle. Zu jedem Thema meiner künstlerischen Reflexionen und Bemühungen suche ich auch die passende Ausdrucksweise. In diesem Fall griff ich auf die Technik der Collage: nicht nur verschiedene Materialien sonder auch Symbole / ikonographische Motive wurden zusammen gebracht, bildeten besondere örtlichen Beziehungen. Die Verhältnisse all den Elementen mit- und untereinander war für mich maßgebend und führten zu den gewünschten Lösungen.

 

Vita

geboren im Bukarest I Rumänien

1985-89 Studium an der Bukarester Akademie der Bildenden Künste,

Klasse Prof. V. Grigore

1989 Diplom für Malerei, Restauration und Grafik

seit 1989 freischaffende Künstlerin

seit 1995 wohnhaft in München 

 

 

 

Sebi Tramontana 

Zeichnungen

 

un anniverario. dopo un anno. la memoria. nell inverno del 2013 ho disegnato ininterrottamente cervi. era un modo per tenere in vita chi in vita non lo era piú. da un anno. un modo per condividere la mia passione, il mio dolore. una mostra. il cervo é un simbolo. si trasformó nel nostro simbolo. molti anni prima il giorno del mio compleanno avevo ricevuto un biglietto d´auguri .una poesia di Hilde Domin. alle mie orecchie suonava come una esortazione. "Nicht Müde Werden"

 

Ein Jubiläum. Nach einem Jahr. Erinnerung. Im Winter 2013 zeichnete ich ununterbrochen Hirsche. Es war ein Weg, um diejenigen am Leben zu erhalten, die nicht mehr am Leben sind. Ein Jahr lang. Ein Weg, um meine Leidenschaft, meinen Schmerz zu teilen. Eine Ausstellung. Der Hirsch ist ein Symbol. Er wurde unser Symbol. Viele Jahre zuvor erhielt ich an meinem Geburtstag eine Geburtstagskarte. Ein Gedicht von Hilde Domin. In meinen Ohren klang es wie eine Ermahnung. "Nicht müde werden"

 

Der Musiker Sebi Tramontana arbeitet als Posaunist im Bereich der Freien Improvisation. Sein freies, sehr körperliches, energetisches Spiel lässt immer wieder persönliche, auch humorvolle Erinnerungselemente, Reminiszenzen, Déja Vues durchscheinen, die seiner einzigartigen Musik eine große poetische Qualität geben.

Sebi Tramontana wird am 12. November mit dem Impro Trio Live spielen und

am 13. und 14. November einen Workshop über Improvisationsmusik halten

 

 

 

 

Duccio Beverini 

Pianist

 

Duccio Beverini (1988) ist Pianist mit Schwerpunkt auf Kammerrepertoire und Neue Musik. Schon seit den Studienjahren bei Angela Aloi und Rolando Russo am Conservatorio Statale di Musica in Florenz hat er sich zutiefst für diese zwei Fachbereiche interessiert, die er im Anschluss unter der Leitung der Pianisten Giancarlo Cardini und Pier Paolo Vincenzi perfektioniert hat.

 

Er ist einer der wenigen Interpreten weltweit, der die Gesamtaufführung Stockhausens NATÜRLICHE DAUERN 1-24 als Konzert aufgeführt hat. Die Einstudierung dieses mehr als zweistündigen Klavierzyklus mit dem Widmungsträger Benjamin Kobler ist von der Stockhausen-Stiftung für Musik betreut und schließlich mit einem Stipendium ausgezeichnet worden.

Seit 2020 arbeitet er in engem Kontakt mit dem Mailänder Komponisten Dario Buccino an der Gestaltung dessen großen Klavierwerks Finalmente il tempo è intero. Für Duccio Beverini und Klavier. 

 

Seine Tätigkeit als Kammermusiker wurde zweimal mit Stipendien der Thüringischen

Sommerakademie prämiert.

 

Ausschlaggebende künstlerische Impulse hat er von Pianisten, Komponisten und Dozenten wie Francesco Libetta, Sylvano Bussotti, Eduard Brunner, Bruno Canino erhalten.

 

Unter den Festivals und Veranstaltungsorten, an denen er aufgetreten ist, zählen die Biennale für Musik und Architektur ZeitRäume Basel, das Museo del Novecento in Mailand, das Museo Novecento in Florenz, Palazzo Pitti und das 77. Maggio Musicale Fiorentino.

 

Sein Eklektizismus und seine Neugier für jede Form der Gegenwartskunst führen ihn aktuell zum Studium der radikalen Improvisation bei Stefano Battaglia an der Siena Jazz University und des Jazzklaviers bei Svetlana Marinchenko.

 

Er war Mitgründer, 1. Vorsitzender und künstlerischer Leiter des Kulturvereins AdLib, mit dem er 2010-2014 mehrere Konzerte klassischer und Jazz-Musik organisiert, sowie Meisterkurse betreut und die Leitung und Administration der Musikschule übernommen hat.

 

Er unterrichtet Klavier in München und verfügt über ein Qualitätszertifikat zum Musikunterricht des

Tonkünstlerverbandes Bayern.

  

 

 

 

 

 

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Do 15.00 - 19.00 Uhr

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